Maklercourtage: Wichtiges zur Maklerprovision bei erfolgreichem Verkauf

Die meisten Immobilientransaktionen laufen über einen professionellen Immobilienmakler ab. Ob es um das Vermieten oder Veräußern eines Objektes geht oder gar nach einer Immobilie zum Wohnen, für das Unternehmen oder gar als Anlageobjekt gesucht wird – von Erfolg gekrönt sind die meisten Wege über einen Makler. Kein Wunder, denn dieser kennt sich am Markt aus, konnte einige Erfahrungen darin sammeln und weiß, was sich Verkäufer und Käufer wünschen. Sein Aufgabenfeld ist aber bedeutend größer, als sich die meisten Auftraggeber bewusst machen. Wer im Erfolgsfall die Maklercourtage zu zahlen hat und welche Aufgaben ein guter Makler erfüllt, klärt YourWalls nachfolgend.

Wann ist die Maklercourtage fällig – und durch wen?

Die Verkaufsprovision für den Makler wird erst dann fällig, wenn ein Immobilienverkauf erfolgreich über die Bühne gebracht und vollständig abgeschlossen wurde. Sprich: Erst wenn das Geld an den Verkäufer geflossen ist und sich der neue Eigentümer vertraglich abgesichert hat, wird die Maklercourtage fällig. Gesetzlich ist dabei nicht geregelt, wer für die Provision aufkommen muss. In einigen Bundesländern trägt der Käufer selbst die komplette Maklercourtage, die bis etwa sieben Prozent des Kaufpreises betragen kann. In den anderen Bundesländern teilen sich Verkäufer und Käufer meist die Provision. Nur sehr selten übernimmt der Verkäufer den Betrag selbst. 

Übrigens: Trägt der Auftraggeber, also Verkäufer die Maklercourtage, spricht man von der Innenprovision – bei Übernahme durch den Käufer hingegen ist die Rede von der Außenprovision.

Was gilt im Mietfall?

Bei der Vermietung eines Objektes sieht es rund um die Maklercourtage wieder etwas anders aus. Gesetzlich festgelegt ist nämlich, dass derjenige die Provision zahlen muss, der den Maler beauftragt hat. Dafür ist eine Zahlung durchaus auch in Teilen beziehungsweise Raten möglich, sofern sich die Parteien vertraglich darauf geeinigt haben. Es gilt das Prinzip des Bestellens: Wer den Makler hinzuzieht, ist auch für dessen Provision verantwortlich. Es gilt zudem: Als Courtage darf eine Summe von 2,38 Nettokaltmieten gefordert werden. 

Tipps rund um die Maklerprovision

Sie nehmen als Mieter zu Ihrem Umzug einen Makler in Anspruch und Ihr Wohnungswechsel ist beruflicher Natur? Dann können Sie die Maklerprovision steuerlich absetzen. Sie möchten eine Immobilie erwerben und diese anschließend weitervermieten? In dem Fall können Sie die Maklerprovision als Anschaffungskosten steuerlich geltend machen. Wird ein Haus innerhalb der Spekulationsfrist veräußert und sind dementsprechend Gewinnsteuern fällig, kann auch hier die Maklercourtage steuerlich abgesetzt werden. 

Ein weiterer Tipp ist, dass zahlreiche Makler Verkäufern einen provisionsfreien Verkauf der Immobilie zusagen. Sie setzen ihre Courtage dann über den Käufer um, die bereits zum Verkaufspreis klar ausgewiesen wird. 

Welche Aufgaben übernimmt ein Immobilienmakler?

Die Aufgaben des Immobilienmaklers fallen recht unterschiedlich aus, drehen sich aber voll und ganz um Immobilientransaktionen. Ein Makler wirkt beratend und begleitend, wenn Interessenten Immobilien suchen oder Risiken zu in Frage kommenden Objekten abschätzen möchten. Gleichzeitig hilft der Makler dabei, Veräußerungen oder Vermietungen erfolgreich durchzusetzen – und zwar in kürzester Zeit und zu möglichst guten Konditionen. Sprich: Ein Immobilienmakler kümmert sich um die Interessen des Verkäufers oder Käufers – also vom Auftraggeber abhängig. Auch  diese Tätigkeiten fallen auf den Makler zurück:

  • Gang zum Notar
  • Aufsetzen des Kaufvertrages / Mietvertrages
  • Durchführen von Besichtigungen
  • Schlüsselübergabe
  • Beschaffung von notwendigen Unterlagen
  • Erstellen von Gutachten

Wann darf ein Makler seine Provision fordern?

Generell gilt bei Immobilien-Veräußerungen: Der Makler darf erst dann eine Gebühr für seine Tätigkeit einfordern, wenn seine Bemühungen erfolgreich waren. Hat also der Eigentümerwechsel stattgefunden, kann er die Courtage in Rechnung stellen. Bei Vermietungen wird die Gebühr fällig, wenn der Mieter einen Mietvertrag unterschrieben hat. Wurde der Makler von potentiellen Käufern beauftragt, erhält er seine Courtage, wenn sie durch seine Hilfe das Richtige am Immobilien-Markt gefunden und erfolgreich erworben haben.