Immobiliengutachten Kosten: Was ist Ihnen die Bewertung wert?

Immobiliengutachten Kosten

Soll eine Immobilie veräußert oder gekauft werden, sind Fakten zu ihrem Zustand und Wert unerlässlich. Allerdings können auch steuerliche Gründe dafür verantwortlich sein, dass Eigentümer ein Wertgutachten zu ihrem Objekt benötigen. Was Sie wissen sollten: Immobiliengutachten gibt es in verschiedenen Ausführungen, sodass bei der Beauftragung genau auf Ihre Bedürfnisse zu achten ist. Dementsprechend unterscheiden sich aber auch die Kosten für das Wertgutachten. Welche Varianten wann in Frage kommen und mit welchen Kosten Sie jeweils rechnen müssen, verrät YourWalls nachfolgend.

Die verschiedenen Gutachten in der Übersicht

Es gibt sowohl sogenannte Kurzgutachten für den privaten Gebrauch, als auch ausführliche Langgutachten, die vor Behörden wie etwa einem Gericht Bestand haben. Das Kurzgutachten reicht in den meisten Fällen für einen Immobilienverkauf aus, da es den Marktpreis in etwa einschätzt und damit Anhaltspunkte für den optimalen Verkaufspreis liefert. Bei der Bewertung werden alle wichtigen Faktoren in der Bewertung mit berücksichtigt, trotzdem kann das Gutachten in kurzer Zeit erstellt und ausgehändigt werden. In Der Regel hat das Kurzgutachten einen Umfang von bis zu zehn Seiten.

Muss das Gutachten in behördlichen Verfahren und vor Gericht bestehen können, sollte es sich dabei um ein qualifiziertes Langgutachten handeln. Es ist mit einem Umfang von ca. 30 Seiten oder mehr zu rechnen, da eine ausführliche Immobilienbewertung vorgenommen wird. Die Erstellung kann zwei bis sechs Wochen beanspruchen, da unter anderem auch eine Begehung der Immobilie erfolgt. Daher sollte diese Art von Gutachten rechtzeitig beantragt werden.

Diese Gutachter nehmen die Bewertung vor

Es kommt hierbei darauf an, ob Sie ein qualifiziertes Gutachten oder doch eher das Kurzgutachten wünschen. Für ein qualifiziertes Gutachten kommen selbstverständlich nur Sachverständige mit der nötigen Fachkenntnis in Frage, beispielsweise öffentlich bestellte oder vereidigte Gutachter. Öffentliche Bausachverständige dürfen sich nämlich nur als solche bezeichnen, wenn sie eine Industrie- und Handelskammer-Prüfung absolviert haben. Ein staatlich anerkannter Gutachter wie etwa ein Architekt oder Baugutachter kann ebenfalls das nötige Gutachten beisteuern.

Die Kosten eines Gutachtens

Die Kurz- und Langgutachten können je nach Gutachter und Ansprechpartner in ihren Kosten stark variieren. Kurgutachten über einen Immobilienmakler sind beispielsweise schon für unter 200 Euro zu haben und damit bei einem Immobilienverkauf keine große Ausgabe. Ein qualifiziertes Langgutachten durch öffentlich bestellte oder staatlich anerkannte Gutachter allerdings kann von etwa 400 Euro bis 3000 Euro unterschiedliche Preise aufweisen. Das Honorar richtet sich nämlich stark nach dem Verkehrswert der Immobilie.

Was muss man für das Gutachten bereitstellen?

Damit das Gutachten zeitnah bearbeitet und angefertigt werden kann, müssen alle relevanten Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören unter anderem diese Dokumente:

  • Grundbuchauszug, der nicht älter als drei Monate ist
  • Auszug aus der Flurkarte
  • Ein Auszug aus dem sogenannten Baulastenverzeichnis
  • Eventuell Baupläne mit Grundriss und Wohnflächenberechnung
  • Nachweise zu Modernisierungen

Wann ist ein Gutachten unerlässlich?

Ein Immobiliengutachten ist schon bei einem Verkaufsversuch des Objekts von großer Bedeutung. Kennt sich der Eigentümer nämlich nicht mit dem Wert seiner Immobilie aus, setzt er den Verkaufspreis meist zu hoch oder niedrig an und schreckt damit potentielle Käufer ab. Meistens ist ein qualifiziertes Gutachten jedoch notwendig, wenn der genaue Wert des Objekts benötigt – beispielsweise im Zuge der Vermögensaufteilung durch Scheidung, im Erbfall oder auch aus steuerlichen Gründen.