Das Eigenheim: Alles rund um das Finanzielle beim Eigenheim-Kauf

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Sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, ist für die meisten Menschen mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden. Umso wichtiger ist es, beim Kauf eines Eigenheims genaustens auf die anfallenden Ausgaben zu achten und eventuelle Nebenkosten mit zu berücksichtigen. Welche Faktoren eine Rolle spielen und schon bei der Planung der Finanzierung mit beachtet werden sollten, beschreiben wir nachfolgend genauer. Vorab lässt sich sagen: Allein die Kaufnebenkosten können mit etwa einem Drittel der Kaufsumme zu Buche schlagen und damit für Überraschungen sorgen.

Die Nebenkosten beim Eigenheim-Erwerb

Künftige Eigentümer ahnen oftmals nicht, mit welchen Nebenkosten sie zusätzlich zum Kaufpreis der Immobilie rechnen müssen. Insgesamt sollten Käufer von Anfang an mit Mehrkosten von bis zu 12 Prozent des Kaufbetrages rechnen – diese belasten finanziell nicht unerheblich, sodass sie in die Finanzierung mit eingeplant werden sollten. Andernfalls bedrohen sie schnell die Ersparnisse der Käufer. Zu den Kaufnebenkosten zählen beispielsweise:

  • Gebühren für den Notar und die Grundbucheintragung mit 1,5% des Gesamtbetrages
  • Maklergebühren mit bis zu sieben Prozent des Gesamtbetrages (oftmals wird diese auch unter Verkäufer und Käufer aufgeteilt)
  • Grunderwerbsteuer mit bis zu sieben Prozent des Gesamtbetrages, abhängig vom Bundesland und der jeweiligen Gemeinde

Welche Finanzierung darf es sein?

Die Finanzierung zum Eigenheim beschäftigt interessierte Käufer Tag und Nacht. Schließlich geht man hiermit eine finanzielle Verpflichtung und monatliche Belastung ein, die auch im Notfall gedeckt werden will. Eigenkapital für den kompletten Kauf steht nur den wenigsten Interessierten zur Verfügung, sodass der Käufer mit jeder Finanzierung auch ein finanzielles Risiko eingeht. Es empfiehlt sich, jegliche Art der Finanzierung mit einem Anteil von Eigenkapital vorzunehmen. Dieser sollte etwa 30 Prozent oder mehr der anfallenden Kosten decken, um das Risiko ein wenig zu minimieren und die Dauerbelastung zu reduzieren. Die wenigsten rechnen mit beruflichen oder gesundheitlichen Ausfällen in naher Zukunft und verkalkulieren sich damit besonders stark. Ein Darlehen für das Eigenheim ist schneller abbezahlt, je höher die monatlichen Raten liegen. Wer Sondertilgungsraten zusätzlich abführen möchte, sollte die Klauseln der Angebote besonders beachten: Denn unter Umständen können Vorfälligkeitszinsen fällig werden.

Aktuell können Käufer zwar von einem besonders niedrigen Zinssatz bei der Finanzierung mit Hilfe des Darlehens profitieren, dennoch gilt der Kauf einer Immobilie aus Zwangsversteigerungen als am günstigsten. Nicht selten nutzen Anleger diese Möglichkeit, um die Immobilie im Nachhinein mit Gewinn zu verkaufen.

Welche Kosten kommen noch auf den Käufer zu?

Wer sich bereits mit dem Thema Eigenheim auseinandergesetzt hat weiß, dass es mit den oben genannten Kosten noch längst nicht getan ist. Wer ein Darlehen aufnimmt, um das Eigenheim zu finanzieren, muss in der Regel neben den monatlichen Raten noch diese Kosten decken:

  • Bereitstellungsgebühren für das Darlehen
  • Provisionen
  • Unter Umständen bestimmte Bankgebühren

Die eigentlichen Nebenkosten beim Bewohnen der Immobilie kommen ebenfalls auf den Käufer zu. Sie sind nicht nur abhängig von der Energiebilanz des Gebäudes, sondern auch der Größe des Haushaltes:

  • Stromkosten
  • Kosten für Gas
  • Frisch- und Abwassergebühren
  • Telefon & Internet, sowie der Rundfunkbeitrag
  • Versicherungen
  • Wartungs-, Reparatur- und Instandsetzungskosten

Darüber hinaus werden Abgaben fällig, die das Finanzamt fordert oder die jeweilige Gemeinde selbst. Dazu zählen unter anderem diese Posten:

  • Grundsteuer
  • Schmutz- und Regenwassergebühren
  • Abfallbeseitigung

Wie Sie sehen, sollte bei der Kalkulierung der eigenen finanziellen Möglichkeiten nichts ausgelassen werden. Sonst passiert es schnell, dass die eigenen Mittel zur monatlichen Deckung nicht ausreichen und der Traum vom ganz persönlichen Eigenheim erst einmal verworfen werden muss.