Denkmalschutz: Fakten und Informationen

Im Zuge der Erhaltung historisch bedeutungsvoller Immobilien und Objekte gibt es einige Auflagen, die an die jeweiligen Objekte gebunden sind. Was Eigentümer und potentielle Käufer rund um den Denkmalschutz beachten müssen und welche Gebäude unter den Denkmalschutz fallen, beschreibt YourWalls nachfolgend genauer.

Was genau ist Denkmalschutz?

Bau-, Boden- und Kulturdenkmäler unterliegen einem gesetzlich festgelegten Schutz, um auch nachfolgenden Generationen erhalten zu bleiben und ihren historischen Wert nicht zu verlieren. Die Denkmalarten werden gesetzlich genau definiert. Zu ihnen gehören in jedem Fall auch die Ausstattungen und Nebengebäude, sofern eine Einheit damit gebildet wird. Zur Umsetzung des Denkmalschutzgesetzes wird jedem Landkreis eine Denkmalschutzbehörde zur Seite gestellt, die der Senatsverwaltung unterliegt. Die Denkmalpflege hingegen wird von den Landkreisen und Gemeinden selbst auf die Beine gestellt.  Diese Denkmäler werden durch das Denkmalschutzgesetz definiert:

  • Kulturdenkmäler: Hierbei handelt es sich um Zeugnisse aus vergangener Zeit, die durch ihr Äußeres an die Zeit der Errichtung erinnern und gegebenenfalls Informationen über diese Zeit preisgeben. Bauwerke und sonstige Denkmäler, die als Nachweis der menschlichen Geschichte dienen und die Entwicklung bezeugen, sind aufgrund des öffentlichen Interesses zu erhalten.
  • Baudenkmale: Gebäude, die es aufgrund öffentlichen Interesses zu erhalten gilt, fallen unter die Kategorie Baudenkmale. Auch Teile von Gebäuden fallen in diese Kategorie hinein. Die Denkmalbehörde muss das Baudenkmal aus architektonischem, wissenschaftlichem oder historischem Interesse unter Denkmalschutz stellen, sofern triftige Gründe gegeben sind.
  • Bodendenkmäler: Bewegliche oder unbewegliche Boden- oder Gewässerbereiche, die schützenswerte Dinge aufweisen, können ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt werden. Es kann sich beispielsweise um Kultstätte oder Siedlungen und –Überreste handeln. 

Auflagen beim Erwerb von Objekten unter Denkmalschutz

Wer sich für ein denkmalgeschütztes Objekt interessiert, sollte sich zunächst einmal an die zuständige Denkmalschutzbehörde wenden. Denn: Das Objekt kann an gewisse Auflagen gebunden sein, die teilweise schwer und kostenintensiv zu erfüllen sind. Es ist also wichtig, sich bereits vor dem Kauf ein umfassendes Bild von den Auflagen zu machen. Wichtig: Sämtliche Arbeiten am Gebäude dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn dazu eine schriftliche Genehmigung der Denkmalschutzbehörde vorliegt. Es sei denn, es handelt sich um denkmalerhaltende Maßnahmen, die das Erscheinungsbild des Objektes nicht verändern. Förderungswürdige Maßnahmen können auch von der Steuer abgesetzt werden, sofern dafür keine staatlichen Zuschüsse geflossen sind. 

Besonders strenge Auflagen sind übrigens bei diesen Maßnahmen zu erwarten:

  • Grundrissänderungen
  • Bauteile-Abbruch
  • Hinzufügen von Merkmalen oder Bestandteilen
  • Optisch verändernde Maßnahmen

Die Eigentümer sind dazu verpflichtet, bei der Denkmalschutzbehörde eine Genehmigung einzuholen, um jene Maßnahmen durchführen zu können. Wenig verwunderlich, dass diese meistens abgelehnt werden.

Denkmalschutz und das Grundbuch

Im Grundbuch werden die Eigentümer eines Objekts vermerkt, Beschränkungen des Grundstücks und Sanierungsvermerke. Darüber hinaus sind im Grundbuch zum Objekt Grundschulden und Grundpfandrechte aufgeführt, die auch im Grundbuchauszug erkenntlich werden. Vermerke über den Denkmalschutz sind im Grundbuchauszug im Grunde nicht zu finden. Daher lohnt es sich bei Unklarheit, vor dem Erwerb die amtliche Denkmalliste einzusehen, welche vom Landesdenkmalamt geführt wird. Das Verzeichnis wird regelmäßig aktualisiert und gibt Aufschluss darüber, ob das jeweilige Objekt dem Denkmalschutz unterliegt oder nicht. Übrigens: Das Grundbuch als öffentliches Register wird vom Amtsgericht oder Grundbuchamt geführt.