Bauland: Was beim Verkauf wichtig ist

bauland verkaufen

Der Traum vom Eigenheim beinhaltet in der Regel ein Grundstück in optimaler Lage, wo eine Familie bei toller Aussicht zur Ruhe kommen kann. Das Eigenheim soll ein Zufluchtsort sein und möglichst den Urlaub vom Stress des Alltags bieten, den man sich wünscht. Da aber auch eine gute Anbindung zu nahegelegenen Städten und Ballungszentren benötigt wird, ist die Nachfrage nach eben solchen Grundstücken entsprechend groß. Die Grundstückspreise steigen ständig weiter an. Wer jetzt sein Bauland verkaufen möchte, kann mit etwas Glück gute Gewinne erzielen. YourWalls erklärt, was es dabei zu beachten gilt.

Art des Grundstücks angeben

Grundstück ist nicht gleich Grundstück. Wer direkt nach dem Kauf seinen Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte, braucht dazu passendes Bauland. Zwischen den Grundstücken herrschen jedoch teils große Unterschiede, da nicht jede Fläche sofort bebaut werden kann oder sogar an Einschränkungen gebunden ist. Am besten für den Hausbau geeignet ist freies Bauland. Dieses ist bereits voll erschlossen und von der Gemeinde als Bauland vermerkt, sodass sofort mit dem Bau begonnen werden kann. Bauerwartungsland hingegen ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde bereits als Bauland vermerkt, allerdings noch nicht direkt nach dem Kauf bebaubar. Denn: Erst muss das Baurecht angefragt und schriftlich erteilt werden.

Weitere Bauland-Arten

Weitere, aber für Käufer oft weniger interessante Grundstücksarten sind beispielsweise Brachland, Rohbauland und bebaute Grundstücke. Letztere erfüllen den Traum vom Eigenheim in der Regel nicht, weil Käufer ganz eigene Vorstellungen von ihrem Traumhaus haben und keine hohen Renovierungskosten an bereits bestehenden Gebäuden tragen möchten. Rohbauland ist ebenfalls im Plan der Gemeinde als Bauland ausgewiesen, allerdings nicht erschlossen. Diese Erledigung muss der Käufer also selbst vornehmen. Brachland wurde in der Regel landwirtschaftlich genutzt, sodass die Bodenbeschaffenheit für einen zeitnahen Bau nicht optimal ist.

Lohnt sich die Bauvoranfrage?

Wer sein Grundstück möglichst lohnenswert verkaufen möchte, sollte über eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt nachdenken. Denn: Es kann unter Umständen ein Bauvorbescheid mit drei Jahren Gültigkeit ausgestellt werden, der Käufern die Bebaubarkeit des Grundstücks nachweist. Dadurch steigt selbstverständlich auch der Verkaufspreis in die Höhe. Es ist hierfür mit Gebühren von 50 bis 250 Euro zu rechnen, die allerdings durch den höheren Verkaufsgewinn wieder eingeholt werden. Um den Antrag zu stellen, benötigen Sie diese Unterlagen für eine vollständige Anfrage:

  • Baubeschreibung und Bauzeichnungen
  • Bauantrag
  • Den Lageplan des Grundstückes
  • Einverständnis der Nachbarn

Die Frage des Grundstückswertes

Um den optimalen Verkaufspreis zu bestimmen, kann die Beauftragung eines Sachverständigen sinnvoll sein. Dieser erstellt eine Wertermittlung, die sich nicht nur nach dem Bodenrichtwert richtet, sondern auch andere wichtige Faktoren wie die Lage, Grundstücksgröße und –Grenzen, Nutzbarkeit oder Bodeneigenschaften mit berücksichtigt. Der Gutachter kann Ihnen einen realistischen Verkehrswert liefern, der auch bei Verkaufsverhandlungen als wichtiger Nachweis gilt. Orientieren Sie sich beim Verkauf an dem ermittelten Wert, entsteht ein für Sie und den Käufer gleichermaßen fairer Preis, der schnellere Verkaufserfolge blicken lässt.

Diese Unterlagen werden beim Bauland Verkauf benötigt

Damit der Kaufvertrag zustande kommen und alle wichtigen Aspekte berücksichtigen kann, müssen alle notwendigen Unterlagen bereit gehalten werden. Es wird zudem ein Notar benötigt, der den Kaufvertrag aufsetzt, beglaubigt und auch die Grundbuchänderungen bezüglich des neuen Eigentümers beantragt. Diese Dokumente sollten Sie für den Verkaufsprozess bereit halten:

  • Den aktuellen Grundsteuerbescheid
  • Möglichst Aufnahmen vom Grundstück aus der Vogelperspektive
  • Grundbuchauszug aktueller Art, mit dem auch Grundpfandrechte geklärt werden
  • Angaben zu Baulasten
  • Angaben zur Erschließung / Nachweise
  • Flurkartenauszug
  • Flächennutzungs- und Bebauungspläne

Tipp: Um beim Verkauf nichts Wichtiges zu übersehen und auch den richtigen Käufer für den eigenen Grund und Boden zu finden, lohnt sich die Beauftragung eines Maklers. Ist dieser auf Grundstücke spezialisiert, kann er Erfolge in der Regel noch schneller erzielen.